Nicht alle SEOs sind schlecht und Blogger keine große Familie

Jetzt muss ich aber mal für ein paar Kollegen ein gutes Wort einlegen, die sonst immer dank einer nervenden Verallgemeinerung in einem besonders schlechten Licht stehen. Die Rede ist von den sogenannten SEOs, die sich zur Aufgabe machen Webseiten für Suchmaschinen zu optimieren, um so über Google und Co. mehr Besucher zu ziehen. Für viele Blogger ist das, zumindest lassen es einige nach außen erscheinen, eine illegale Todsünde. Doch wir alle optimieren für Suchmaschinen und sind zumindest zu einem Bruchteil selber SEOs.

Man muss meines Erachtens klare Grenzen ziehen. Wann ist ein SEO schlecht aufgrund teils illegaler und schädigender Aktionen und wann ist ein SEO einfach nur ein Blogger (oder Unterstützer für Blogger) mit diversen Versuchen seine Webseiten etwas mehr zu pushen. Wer Geld mit seinem Blog verdienen, also das Hobby zum Beruf machen will, ist zumindest teilweise derzeit sehr auf Google angewiesen, denn die Suchmaschine kann unglaublich viel Verkehr auf eure Seiten bringen, welcher sich dann auch gewinnbringend umsetzen lässt.

Guter SEO

Und genau an diesem Punkt werden wir alle SEO, in dem wir auf eine korrekte Struktur der Überschriften auf unserer Webseite achten, unser Google+ Profil zum Artikel in den Suchergebnissen „hinzufügen“, Texte für eine bessere Sichtbarkeit etwas länger gestalten, mehr auf unsere Ausdrucksweise achtgeben, Überschriften prägnanter gestalten, intern mehr verlinken, Google eine Sitemap überliefern und so weiter.

Sind wir deshalb schlechte Menschen? Nein, ich glaube nicht. Wir versuchen einfach nur unsere Unternehmung zu verbessern, uns besser gegenüber der Konkurrenz aufzustellen, um erfolgreich zu sein. Ich werde es kaum unterlassen meine Projekte zu verbessern, nur damit ich anderen Betreibern ähnlicher Projekte nicht zuvorkomme. Auch wir Blogger konkurrieren, doch dazu später mehr.

Es gibt dann eben die Leute, die diese SEO-Fertigkeiten besser beherrschen, mehr kleine Tricks und Kniffe kennen, deshalb damit ihr Geld verdienen. Nur ist das kein Grund die Menschen dieser Berufsgruppe prinzipiell schlecht zu finden, denn zunächst keiner wird durch sie negativ beeinflusst.

Schlechter SEO

Wirklich ärgerlich wird es erst dann, wenn SEOs um die Ecke kommen, die Projekte mit Content betreiben, von dem sie selbst keine Ahnung haben. Davon gibt es leider zu viele, so viele, dass letztlich alle SEOs in diesem Licht stehen. Sie nutzen ihre Fähigkeiten aus, um mit ihrem Müll Geld zu verdienen, das sie nicht verdient haben, weil ihre Inhalte schlichtweg schlecht, falsch oder nur dazu da sind, um möglichst viele ahnungslose Nutzer zu locken.

Oh, ja, auch hier gibt es die schwarzen Schafe. Es gibt Blogger, die keine sind und werden dann direkt als SEO abgestempelt werden, da sie diese kostenlosen Plattformen nur dafür ausnutzen, um ihren Schund in den Suchmaschinen nach oben zu pushen, denn dann kommt die Kohle, auf die alle so scharf sind. Schon haben wir das Allgemeinbild des SEOs, welches nicht korrekt ist.

Aber sind wir auch mal ehrlich. Diese eben beschriebenen Seiten kann man ignorieren, wie wir auch die BILD Zeitung an manchen Tagen ignorieren können. Klar, erst mal ist es ärgerlich, doch man kann es immer irgendwie besser machen.

SEO ist nicht gleich SEO

Wenn euch also in naher Zukunft ein SEO über den Weg läuft, dann muss der nicht gleich schlecht sein, sondern kann euch mit seinen Fertigkeiten, mit seinen Tools und seinem Wissen vielleicht sogar weiterhelfen. Denn viele haben es verdient in Google und Co. besser erkannt zu werden, weil sie guten Content liefern, der aber einfach in der Masse und mangels Optimierungen untergeht. Aus eigener Erfahrung kann ich euch sagen, dass sich Inhalte auszahlen, man muss nur lang genug dafür arbeiten und nicht immer die Schuld bei anderen suchen. Denn nur weil jetzt einer vor euch steht, bedeutet das nicht, dass sich diese Reihenfolge nicht irgendwann ändern kann.

Die Optimierung für Suchmaschinen ist so ein wenig wie das Schaufenster im Einzelhandel. Euer Geschäft muss immer mit attraktiven Angeboten (Inhalten) im Schaufenster werben, dann kommen die Leute auch ins Geschäft. Neue Besucher erkennen dann, ob ihr nur mit Lockangeboten um euch werft oder eure Angebote wirklich gut sind. Sind sie gut, dann kommen die Leute auch wieder, unabhängig von den Angeboten im Schaufenster (Ranking bei Google).  Ziel sollte es doch sein, Stammbesucher zu genieren, die wegen eurer Inhalte, eures Stils und eurer Meinung zu euch kommen. Der schnelle Euro ist nett, nur nicht von Dauer. Was nutzt mir eine Woche geiler Umsatz mit zahlreichen Angeboten, wenn im Rest des Jahres keine Sau kommt.

Blogger konkurrieren auch untereinander

Und auch wie im Einzelhandel konkurrieren Blogger miteinander. Ich wollte schon immer mal schriftlich loswerden, wie mir dieses  „Wir sind eine große Familie“ auf die Eier geht. Nahezu alle Blogger, die regelmäßig Events besuchen, tun das, um damit Geld zu verdienen. Vielleicht nicht vordergründig, aber nur zum Spaß eben auch nicht, denn ein normaler Mensch könnte das aus zeitlichen Gründen mit seiner Arbeit nicht eintakten. So sind wir sicherlich froh, dass wir aus diesem Hobby inzwischen einen Beruf gestalten konnten, von welchem man sogar leben kann, aber deshalb liebe ich die anderen Blogger nicht abgöttig und muss mich zusammen mit ihnen auch nicht alle paar Monate bei einer Kaltschale selbst beweihräuchern.

Denn letztlich konkurrieren Blogger aus denselben Branchen miteinander, so wie es auch (in meinem Beispiel) PC-Zeitschriften schon seit Jahrzehnten tun. Sicher kann man auch voneinander profitieren, auch ich arbeite mit einigen Leuten enger zusammen, muss mit denen aber deshalb nicht einen gemeinsamen Familienstammbaum aufbauen. Und da liegt der Hase im Pfeffer, denn teilweise wird immer so getan wir Blogger müssten uns gegen Journalisten vereinigen. Bullshit. Journalisten haben in der Regel schon mal mehr Zeit im Hörsaal und an der Schulbank verbracht als ich, weit mehr, studiert habe ich nämlich nicht und Abi ist ebenso nicht vorhanden. Deshalb habe ich auch größten Respekt vor dem Journalistentum per se, denn die meisten verdienten mit diesem Beruf schon Geld, als man nicht mit 15 Klicks eine Webseite einrichten und so (theoretisch) direkt Millionen von Leser erreichen und direkt Geld generieren konnte. Aber ja, über den einen oder anderen habe ich mich auch schon beschwert.

Im Endeffekt sollen wir alle nur fair miteinander umgehen, also Links usw. zu den tatsächlichen Quellen setzen. Auch hier gibt es zahlreiche schwarze Schafe, die das nicht tun, die sind mir aber auch so was von scheißegal. Klar, ich hab mich früher öffentlich über diverse Kollegen/Konkurrenten beschwert, letztlich aber lag das an meiner Unerfahrenheit. Heutzutage reg ich mich mal auf, mache aber eventuellen Misserfolg meinerseits nicht mehr an der Arbeitsweise anderer fest. Einfach ignorieren, besser machen, mal runterkommen auf den Boden der Tatsachen. Mich jeden Tag über die gleichen Idioten aufzuregen bringt mir letztlich auch nichts und macht nur älter. Explicit Content: Hört auf euch gegenseitig die Ärsche zu lecken oder auch gegenseitig anzuscheißen. Macht euer Ding, es sind genügend Leser für alle da.

2 Kommentare

  1. Hallo Herr Fischer,

    während meiner Suche nach seriösen und qualitativ hochwertigen Seiten aus dem Bereich Technik, Web, Ernährung und Singlebörsentests bin ich soeben auf dennyfischer.de gestoßen!

    Mich interessieren die verschiedenen Werbeformen auf Ihrer Seite, besonders Sonderwerbeformen wie bspw. Artikel.

    Es wäre schön, wenn Sie mir dazu eine Übersicht zukommen lassen könnten, damit ich bei ihnen mehrere ausbeuterische Links zu skandalösen Preisen buchen kann, von denen am Ende nur ich dauerhaft profitiere.

    Ich freue mich auf Ihre Antwort.

    Viele liebe Grüße, ihr CEO, CFO, COPOPO

    Manfred Nofollow

    😛

    ___

    PS: Stimme allgemein zu..

    • Du hast vergessen zu sagen, dass du die Seite regelmäßig liest und du dich immer auf neue Inhalte freust 😀

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